Vom geöffneten Portemonnaie zum gelebten Verein – 20 Jahre SKCF

Vor zwanzig Jahren hätte Rolf Hotz wohl kaum geahnt, dass ein Freundschaftsdienst eine Geschichte anstossen würde, die heute rund siebzig Kindern und Jugendlichen in Kenia den Schulbesuch ermöglicht. Ausgangspunkt war eine bewegende Bitte: Sein Freund Charles Ating’a bat ihn vor seinem Tod, auf seine Kinder achtzugeben.

Rolf handelte sofort – mit dem Herzen voraus. Seine spontane Hilfsbereitschaft zeigte sich auch an jenem Tag in Siaya, als ihn auf dem Weg zur Busstation ein kleiner Junge um Unterstützung bat. Rolf zögerte nicht. So war er: direkt, anpackend, hilfsbereit – ohne lange zu überlegen, aber mit grosser Wirkung.

Aus der persönlichen Hilfe wuchs Verantwortung. Es kamen mehr Kinder dazu, und Rolf begann, Spenden für „seine“ Kinder zu sammeln. Aus dem liebevoll genannten „Projektli“ wurde ein Verein: die Siaya Kenya Children Foundation (SKCF). Heute finanziert SKCF die Ausbildung von rund 70 jungen Menschen, begleitet sie über die Schulzeit hinaus und unterstützt die Schule in Udida.

Udida? Das sagt uns doch etwas in Urdorf! Genau: jener Kindergarten, der dank grosszügiger Unterstützung der Gemeinde Urdorf entstand und sich zu einer eigenständigen Schule entwickelt hat – ein Herzensprojekt mit Urdorfer Wurzeln.

SKCF ist längst mehr als ein „Projektli“. Es ist eine engagierte Gemeinschaft, die Zeit, Energie und Leidenschaft schenkt – in der Schweiz und in Kenia – um Leben nachhaltig zu verändern.

Bewirkt das in einem Land mit hoher Arbeitslosigkeit etwas? Wir sind überzeugt: Ja. Die grösste Veränderung beginnt oft unsichtbar – im wachsenden Selbstwert, im Gefühl, gesehen zu werden. Jugendliche erhalten Perspektiven, werden von der Strasse und aus schwierigen Verhältnissen geholt. Risiken wie Kriminalität, Drogenmissbrauch und frühe Schwangerschaften sinken. Vor allem aber wächst Hoffnung – und Zukunft.

Weil diese Geschichte auch eine von Urdorf ist, möchten wir sie mit Ihnen feiern.

🎉 Vom geöffneten Portemonnaie zum gelebten Verein –  20 Jahre SKCF
🗓 Donnerstag, 7. Mai 2026
🕖 19.30 Uhr
📍 Embrisaal, Urdorf
🎟 Eintritt frei

Lassen Sie sich nach Siaya entführen – mit Apéro, Bildern, Musik, Tanz und Geschichten. Der Abend ist unser Dank an die Gemeinde Urdorf und alle Spenderinnen und Spender – und zugleich Einladung, SKCF zu entdecken.

Wir freuen uns auf Sie –  auf 20 Jahre Hoffnung, die Schule macht.

Bei Schulschluss versammeln sich die Udida Kinder noch zum gemeinsamen Gebet bevor sie heimlaufen

Wir sind am Limmattalerlauf dabei!

Wir freuen uns sehr, wurde unser Projekt als eines der drei Urdorfer Hilfswerke ausgewählt, die mit dem Erlös vom Limmattalerlauf unterstützt werden. Das gesammelte Geld kommt zu 100% und zu je einem Drittel den Projekten zugute. Der Lauf wird von sechs reformierten Kirchgemeinden im Limmattal ausgerichtet. Es gibt kein fixes Startgeld, stattdessen sucht sich jeder Läufer, jede Läuferin möglichst viele Sponsoren, die pauschal oder pro gelaufenen Kilometer einen Betrag sponsern. Jedermann kann teilnehmen, walken oder rennen, die Runde ist sogar für geländegängige Kinderwagen geeignet.

Wir werden mit einem Info- und Verkaufsstand vor Ort sein und am Event werden auch Getränke und Speisen angeboten. Kommt mit Familie, Freunden und Sponsoren vorbei.

am Samstag, 20. September 2025
beim Schulhaus Weihermatt, Weihermattstr. 50, Urdorf

Die Festwirtschaft ist von 11 – 17 Uhr,
der Lauf startet um 13 Uhr,
Zieleinlauf zw. 15 und 15.20 Uhr

weitere Infos und Anmelden: www.limmattalerlauf.ch


Letzter Besuch Ende April 2025 von Rolf Hotz in Siaya

Sie erforderte viel Mut, Optimismus und Durchhaltewillen, die Vision, die der Urdorfer Geschäftsmann Rolf Hotz vor 19 Jahren gemeinsam mit seinem afrikanischen Partner Charles Ating’a in Siaya, Kenia, entwickelte. Angesichts der dort grassierenden HIV-Epidemie, die viele Halbwaisen hinterliess, wollten sich die beiden für die betroffenen Kinder einsetzen. Ihr Ziel war es, ihnen eines der kostbarsten Güter zu schenken: eine gute Bildung. Motivierten Kindern aus ärmsten Verhältnissen sollte der Besuch der kostenpflichtigen Sekundarschule ermöglicht werden.

So gründeten sie die Kinderhilfsstiftung Siaya Kenya Children Foundation (SKCF). Charles Ating’a scharte ein Team von engagierten Frauen und Männern um sich, welches die Organisation vor Ort übernahmen, während Rolf Hotz in der Schweiz Gönner und Patenschaften akquirierte. Das «Miniprojekt», wie Hotz es nennt, entwickelte sich nach seinem Geschmack. Anfangs wurden nur wenige Kinder unterstützt, doch nach und nach stieg deren Zahl auf rund siebzig. Das soll auch so bleiben, um Kosten und Spendeneingänge im Gleichgewicht und das Projekt überschaubar zu halten.

Der kenianische Mitgründer wurde viel zu früh Opfer der Immunkrankheit, doch sein Werk wurde von zuverlässigen Gewährsleuten weitergeführt. Diese standen in regem Kontakt zu Hotz, der die Region insgesamt zwanzigmal besuchte. Nun zog der 82-Jährige einen Schlussstrich: Zusammen mit Charles Cornu, dem Präsidenten des Urdorfer Vorstands, und einem weiteren Unterstützer reiste er ein letztes Mal nach Siaya. Dabei traf die Gruppe den Stiftungsvorstand sowie gegenwärtige und ehemalige Schützlinge. Viele von ihnen sind heute gut ausgebildete Akademiker, die ihrerseits ihre Familien unterstützen.

Auch der Besuch der Udida-Schule stand auf dem Programm. Diese wurde um 2012 von der Gemeinde Urdorf gestiftet und ist die einzige Schule, die von der SKCF unterstützt wird. Ansonsten kommen die  Spenden direkt den bedürftigen Kindern zugute, die auf über einem Dutzend Schulen in der Region verteilt sind. Hotz zeigte sich begeistert von der Entwicklung der Udida-Schule, die sich dank viel Herzblut und grosszügigen Spenden zu einem Vorzeigeprojekt entwickelt hat.

Ein anderes Projekt hingegen hat noch keinen Durchbruch erzielt. Vor zwölf Jahren kaufte Hotz in Siaya ein Stück Land, um sein «Traumhaus» zu bauen. Es soll das SKCF-eigene Computercenter sowie Ausbildungs- und Seminarräume beherbergen. Durch Mieteinnahmen weiterer Räume soll mindestens ein Teil der Schulkosten gedeckt werden. Hotz ist überzeugt, dass der Baubeginn kurz bevorsteht, die endgültige Bewilligung sei in Sicht.

Die jungen Menschen, die vom selbstlosen Einsatz von Hotz profitieren durften, sind sich ihrer glücklichen Wendung bewusst. Zu seinem Abschiedsbesuch veranstalteten sie ein grosses, würdiges Fest, das im Herzen des Urdorfers noch lange nachklingen wird.

Rolf Hotz sitzend neben Chairman Erick Odianga mit Markus Fuchs und Charles Cornu und einigen ehemals Unterstützten (26. April 2025)
Rolf Hotz erhält an seinem Abschiedsfest von Lavender, einer der ersten Unterstützten, ein Geschenk
Dieser Artikel geschrieben von Toni Blaser in der Limmattaler Zeitung vom 28. Juni 2025

Good bye und Danke Toni Blaser

Nach 10 Jahren vollem Einsatz für die SKCF ist unser Vize-Präsident Toni Blaser Ende April zurückgetreten. Toni Blaser hat unser Sekretariat perfekt geführt und unsere Marktstände bestens organisiert. Zusammen mit seiner Frau Rosmarie und seiner Schwägerin Evelyne haben sie nicht nur viele Schichten an diesen Ständen selber übernommen, sondern auch feine Guetsli gebacken, die wir unter dem Motto “gutes essen – gutes tun” gut verkauften. Tonis viele Aufgaben werden neu auf mehreren Schultern verteilt. Wir danken ihm für alles, was er für unseren Verein geleistet hat und wünschen ihm und Rosmarie alles Gute, vor allem gute Gesundheit und noch viele schöne gemeinsame Jahre.